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Beispiele aus der Förderpraxis

Erfolgreiches Modellprojekt geht weiter

Caritas-Familienbüros an mehr Standorten

Trier/Koblenz/Saarbrücken – Das Modellprojekt „Familienbüros“ des Trierer Diözesan-Caritasverbandes ist nach zweijähriger Laufzeit erfolgreich abgeschlossen worden – doch es wird mit den Familienbüros weitergehen. Gerade in prekären Lebenslagen wissen Familien oft nicht, welche Ansprüche sie geltend machen können. Familienbüros können da Abhilfe schaffen. Die Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin hat das Projekt evaluiert. Im Abschlussbericht wird die Annahme der Caritas bestätigt, dass viele Familien sozialpolitische Leistungen nicht abrufen, so die Leiterin der wissenschaftlichen Begleitung, Prof. Petra Mund: „Es hat sich deutlich gezeigt, dass die Caritas die Familien informiert, motiviert und unterstützt hat, die ihnen zustehenden und trotz materieller Not teilweise unbekannten familienpolitischen Leistungen in Anspruch zu nehmen.“ Unter solche Leistungen fallen etwa Eltern- und Kindergeld, Zuschüsse zu Bildung und Teilhabe, Wohngeld oder Renten. Gründe seien mangelnde Information, soziale Scham oder Überforderung bei der Antragstellung. Der Bericht kommt auch zu dem Schluss, dass Familienbüros familienpolitische Seismografen sind: Sie machten die Hürden bei der Bekämpfung von Armut deutlich und zeigten Lücken bei familienpolitischen Maßnahmen und im Hilfesystem auf. Petra Mund folgert daraus, dass das niedrigschwellige und bedarfsorientierte Angebot der Caritas-Familienbüros verstetigt werden sollte.

Und das wird der Caritasverband im Frühjahr 2023 an neuen Standorten im rheinland-pfälzischen Teil des Bistums umsetzen: „Wir sind sehr dankbar, dass die „Caritas Stiftung Menschen in Not“ 2023 drei weitere Caritas-Familienbüros fördert. So können wir noch mehr Familien über ihre sozialrechtlichen Ansprüche aufklären. Gerade in der aktuellen Lage mit steigenden Energiekosten und Inflation ist das dringend notwendig“, so Martina Messan, Stabsreferat Sozialpolitik im Diözesan-Caritasverband Trier.

Caritas-Familienbüros gibt es bereits an den Standorten Andernach/Pellenz, Mayen, Emmelshausen (für den Rhein-Hunsrück-Kreis) und Sulzbach. Im Rahmen der Fluthilfe wurde ein weiteres Familienbüro im Ahrtal eröffnet. Die bestehenden Büros sollen ihre Arbeit weiterführen. Mehr Informationen gibt es auch auf www.caritas-trier.de.